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2003 |
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Südwinsen Festival 2003 ? Eine Retrospektive nach fast 2 Jahren
(verfasst von Nils Dujat alias dudunille im Frühjahr 2005!!) Nachdem die Historie des glorreichen Südwinsen Festivals nach meinem jetzigen Kenntnisstand endet, habe ich mich der Aufgabe angenommen noch mal diese Veranstaltung Revue passieren zu lassen. Viele Zweifler hatten wohl gedacht, das unser Festival nach der ?Hochwasserkatastrophe? 2002 nicht mehr stattfinden würde. Erich Honecker sagte allerdings auch einmal ?Totgesagte leben länger?. Dies ist im Falle der DDR nicht zutreffend für unser Festival jedoch um so mehr. Wir dachten und ein neues Konzept aus: Zwei Tage statt einem, eine freistehende Bühne damit die Musiker nicht nur akustisch sondern auch visuell wahrgenommen werden. Am 1. Tag sollten die Freunde der laut gespielten Stromgitarre auf ihre Kosten kommen während am 2. Tag durchaus auch ein universelleres Publikum angesprochen werden sollte. Im Booking gelang und beinahe eine kleine Sensation: Die lange verschollen geglaubten Televenga Hypnotism , die den meisten ehemaligen Freedom Gängern noch in guter Erinnerung sein sollten, sagten einen exklusiven Auftritt auf unserem Festival zu. Leider mussten sie dann aber doch kurzfristig (T-Shirts und Flyer waren schon gedruckt) aus familiären Gründen absagen. So gestaltete sich das Line up des Freitags folgendermaßen: Phonetic aus Salzgitter sollten eigentlich um 19:00 anfangen, waren zu dieser Zeit mit dem Soundcheck nicht fertig. Letztendlich fingen sie um 19:30 an damit sie um 20:00 wieder aufhören konnten. Anschließend haben sie rumgezickt, weil sie keiner hören wollte bzw. noch nicht genug Leute da waren. Die sind dann auch ganz schnell wieder abgehauen. Ziemlich unprofessionelles Verhalten ? aber nun gut. Sie sollten allerdings die einzigen Unzufriedenen dieses Abends bleiben. Gefolgt wurden diese kleinen Miesepeter von den nachträglich ins Line Up gerutschten Toxic Vapors, aus Fassberg. Diese mussten direkt vom Bus auf die Bühne und legten aber auch direkt ohne Soundcheck los. Dieser ist bei Punkrock ja auch nicht unbedingt nötig, macht das ganze nur authentischer. Neben Eigenkompositionen gab es noch ein Ramones Medley und ein paar Evergreens von NOFX. von Anderson Rev. aus Hannover. Den Musikstil bezeichnen Sie selber als Alternativpunkrock. Da ich nebenbei andere Tätigkeiten verfolgen musste, kann ich leider keine Einzelheiten des Auftritts wiedergeben. Dem Gästebuch Eintrag der Band konnte ich allerdings entnehmen, dass sie Spaß hatten. Eine weitere Recherche meinerseits ergab auch, das sich die Band 2004 aufgelöst hat. Damit ist dieser Auftritt auf dem Südwinsen Festival durchaus als historisch zu betrachten. Mittlerweile ist dunkel und der Platz ist gut gefüllt. Die Kleidung der Leute vor der Bühne lässt gute Rückschlüsse zu auf wen hier gewartet wird. Banished Reality die seit dem Jahr 2000 jedes Jahr für eine Massage des Gehörs gesorgt haben, müssen im Landkreis Celle einen unglaublichen Popularitätsschub erhalten haben. Die Jungs werden bekreischt als seien sie die Backstreet Boys und sogar ein Feuerspucker begleitet die Show. Leider benehmen sich die Jungs mittlerweile auch wie Rockstars und überziehen ihre Spielzeit gnadenlos, was später noch ernsthafte folgen haben wird. Auch Banished Reality haben sich in der Zwischenzeit aufgelöst. Positiver der anschließende Auftritt der Mary´s Forbidden Dreams um Punkrock Superstar OLAF HOPPE, nicht nur vom Musikstil her. Da unser Zeitrahmen inzwischen schon ziemlich geschrumpft war, erklärten sich die Marys bereit nur 20 Minuten zu spielen, damit die extra aus Köln angereisten Bijola auch noch zum Zuge kommen würden. So kam es dann auch um 0:30 das Bijola uns eine Kostprobe ihres Stonerrocks geben konnten. Um 01:00 kam es aber auch dazu, das wir den Bühnenstrom abstellen mussten, da wir sehr darauf bedacht waren die Auflagen des Ordnungsamtes einzuhalten. Ein angebotener Auftritt am nächsten Tag wurde unmöglich, da sich zwei Mitglieder der Band noch in der Nacht auf dem Weg zurück nach Köln machten. Damit endete ein Freitagabend der nicht ganz rund lief, aber trotzdem den meisten Beteiligten doch eine Spaß bereitete. Der Samstag sollte dann dem Publikum die hohe Kunst des Liedermachings näher bringen. Um dieses zu bewerkstelligen konnte die verbleibende Hälfte von Joint Venture ? Götze Widmann gewonnen werden. Ihm sind auch die weiteren Gestalter des Samstages zu verdanken- Der Flotte Totte und Fred Timm. Letzterer wurde unter anderem als Teil von Norbert und die Feiglinge bekannt, die Anfang der 90er Jahre mit der Renaissance der Opel Manta Euphorie mit ihrem Manta Song einen Chart Erfolg feierten. Der Wettergott war und wie am Freitag schon wohlgesonnen, das heißt Sonne, Sonne und noch mal Sonne. Dementsprechend war die Stimmung sehr gut und Der Flotte Totte konnte schon ein beachtliches Publikum mit der hohen Kunst des Liedermaching erfreuen. Auch Fred Timm konnte sich dieses zu Nutze machen und hatte, wie seinem Bericht in der Rubrik Festivalberichte zu entnehmen ist eine Menge Spaß mit dem wie immer königlichen Südwinser Publikum. Zwischen Fred Timm und Götz Widmann hatten wir einen echten Knaller zu bieten. Wenn wir nicht alle wüssten, das der King tot ist, dann hätten wir tatsächlich denken können, das wir ihn leibhaftig vor uns haben. Die Stimme des Herren lieferte eine Elvis Show ab, die sich gewaschen hat und die durchaus das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißen konnte. Der Headliner des Abends Götz Widmann konnte dann auf ganzer Linie überzeugen. Neben den bekannten Joint Venture Klassikern wurden auch seine eigenen Stücke vom Publikum gefeiert und mitgesungen. Highlight hier das Duett von Götz und Elias ?Zöllner auf der A4? Zum Abschluss gab es dann noch eine Liedermaching Allstar Band bestehende aus Götze selbst, Fred und Totte, die vom Publikum gar nicht mehr von der Bühne gelassen werden wollte. Obwohl der Sonntag schon angefangen hatte war noch lange nicht Schluss. Der Autor selber versuchte noch mit einigen Hindernissen wie Stromausfall und eigener Verpeilung die noch Anwesenden mit Musik aus der Konserve zu erfreuen. Dieses ist ihm trotz den oben genannten Hindernissen ganz gut gelungen. Nachdem auch dieses vorüber war, feierten die ganz Harten wohl noch bis morgens um 9 mit Götz, Fred, Totte und ihren Gitarren. |
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